19.02.2016 - Verband der Gartenfreunde Magdeburg

Zweiter Offener Brief zur Lage im Verband der Gartenfreunde Magdeburg

Sehr geehrte Gartenfreundinnen, sehr geehrte Gartenfreunde,
bereits im April 2015 informierten wir zur Situation in unserem Verband. Auf diesem offenen Brief wollen wir hiermit aufbauen. Seit dieser Zeit wurde in den unterschiedlichen Medien vieles über den Verband der Gartenfreunde Magdeburg veröffentlicht. Manches entbehrte dabei jeglicher Grundlage. Um Spekulationen, Unwahrheiten oder Gerüchten den Nährboden zu nehmen, wollen wir Sie über die derzeitige Situation informieren.

Wie bereits im ersten offenen Brief berichtet, wurde aufgrund der erhobenen Vorwürfe (zunächst gegen die Vorsitzende, später gegen den Vorstand und dann auch gegen den Gesamtvorstand) eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung der Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre sowie der finanziellen Lage des Verbandes beauftragt. Festgestellt wurde, dass es keine „Luftbuchungen", persönliche Bereicherungen oder Untreuetatbestände gab. Auch eine hierzu vom mittlerweile satzungsgemäß abgewählten Schatzmeister, Hans-Otto Schlehf, gestellte Strafanzeige gegen Ute Simon wurde von der Staatsanwaltschaft Magdeburg geprüft und wegen mangelndem Tatverdacht eingestellt.
Festgestellt wurde aber auch, dass sich die finanziellen Spielräume des Verbandes durch den Abbau vorhandener Rücklagen in den letzten Jahren verschlechtert haben. Uns wurde von den Prüfern aufgegeben, die Einnahmesituation zu erhöhen oder die Ausgaben zu reduzieren . Daran arbeiten alle Organe des Verbandes derzeitig. Entschieden wollen wir jedoch den immer wieder geäußerten Vorwurf der Verband stehe kurz vor der Insolvenz zurückweisen. Um es deutlich zu sagen, eine Insolvenz des Magdeburger Gartenverbandes wird es nicht geben. Auch Beitragserhöhungen oder die Erhebung von Umlagen können wir aus heutiger Sicht bis zum nächsten planmäßigen Verbandstag im Jahre 2018 ausschließen. Zu Anpassungen der Mitgliedsbeiträge müssen wir auf dem Verbandstag neue Beschlüsse fassen, da die Kosten in allen Bereichen stetig steigen.

Bündnis der Magdeburger Gartenvereine
Seit einigen Wochen versucht der ehemalige Schatzmeister des Verbandes, Hans-Otto Schlehf, die 230 in unserem Verband organisierten Kleingärtnervereine zu spalten. Dazu gründeten 7 Vereine ein sogenanntes „Bündnis der Magdeburger Gartenvereine". Im sozialen Netzwerk ruft dieses Interessenbündnis dazu auf, sich ihm anzuschließen. Seine Wortführer begründen das damit, dass der Verband nicht die Interessen der Kleingärtner vertrete.
Als Grundlage für diese ungeheuerliche Behauptung nutzen sie neben den o.g. Vorwürfen zur finanziellen Situation u.a. auch den Entwurf der Fortschreibung zur Kleingartenentwicklungskonzeption der Landeshauptstadt. Hier wird der Vorwurf verbreitet, dass der Verband der Gartenfreunde Magdeburg genutztes Gartenland zu Bauland umwidmen will. Wir haben immer erklärt nur dann über die Reduzierung von Kleingartenanlagen zu sprechen, wenn uns ein Verein hierbei um Mithilfe bittet. Dazu stehen wir und so handeln wir auch in Zukunft. So lange die Vereine ihre Anlagen aus eigenen Mitteln unterhalten können und wollen, werden wir sie dabei unterstützen. Ausnahmen sind Investitionen in die Infrastruktur oder die Ansiedlung von Unternehmen. Hierbei hat sich die Landeshauptstadt als größter Grundstückseigentümer unserer Pachtflächen vorbehalten, die Entscheidungen eigenständig, ohne Anhörung des Gartenverbandes, zu treffen.
Gemeinsam mit der Stadt Magdeburg brauchen wir angesichts des in den nächsten 10 bis 20 Jahren zu vermutenden Leerstands (Altersstruktur unserer Pächter) eine Konzeption dafür, wie sich das Kleingartenwesen in unserer Stadt weiterentwickeln kann. An dieser Konzeption werden und wollen wir mitarbeiten. Eine hierzu vorgenommene Umfrage zur Analyse der Situation in unseren Vereinen, die über 200 beantwortet haben, soll die Grundlage dafür sein. Dabei geht es uns um die Sicherung eines sozialverträglihen Kleingartenwesens sowie um die Erhaltung der Leistungsfähigkeit unserer Mitgliedsvereine.
Als weiteren Grund für die Notwendigkeit eines Bündnisses führt Herr Schlehf eine bis heute unbewiesene Verschleuderung von Vereinsvermögen an. Dabei unterstellt er sogar Korruption und Günstlingswirtschaft. Beweise hierfür können nicht vorgelegt werden. Leider reichen ja heute Behauptungen tmd Unterstellungen, um in öffentlich geführten Auseinandersetzungen wahrgenommen zu werden.
Der Rückgang der Mittel des Verbandes resultiert vor allem aus unvorhersehbaren Aufwendungen für die bekannten Großschadensereignisse, wie Hochwasser, und aus dem Beschluss des Gesamtvorstandes, den vom Leerstand betroffenen Vereinen bis zum 9. Verbandstag die Pacht und die Grundsteuer A für diese Gärten auf Antrag zu erlassen. Dass die Beträge angesichts der demografischen Entwicklung so hoch sein würden, hat der Gesamtvorstand offensichtlich so nicht einschätzen können. Diese seinerzeit von der Mehrheit beschlossene, sinnvolle Hilfe für die betroffenen Vereine jetzt dem Vorstand zum Vorwurf zu machen und das mit vertraulichen Zahlen in der Öffentlichkeit beweisen zu wollen, zeigt eindeutig die Denkstruktur derer, die unseren nunmehr 95 Jahre bestehenden Kleingärtnerverband spalten wollen. Das werden wir nicht zulassen. Als sechstgrößter Stadtverband Deutschlands und Pächter von rund 700 Hektar Gartenlandes, sehen wir uns auch weiterhin in der Pflicht, unseren Mitgliedsvereinen satzungsgemäß jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und ihre Interessen gegenüber den Grundstückseigentümern auf der Grundlage des Bundeskleingartengesetzes nachhaltig zu vertreten.
Kleingärtnervereine und Gartenfreunde, die an einer weiteren soliden Entwicklung des Kleingartenwesens in Magdeburg interessiert sind, sollten den Spaltungsversuchen des „Bündnisses der Magdeburger Gartenvereine" eine klare Absage erteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Ute Simon
Vorsitzende
Bernhard Ruth
Stellv. Vorsitzender


Schatzmeister des Magdeburger Gartenverbandes wurde abberufen

16.12.2015 - Bernhard Ruth, stellv. Vors.
Am 15. Dezember 2015 tagte der Gesamtvorstand des Verbandes der Gartenfreunde Magdeburg e.V. u.a. zu den Themen Haushalt 2015 und behandelte Anträge z...

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"Die Tafel braucht Euch und Eure Produkte - " Überzeugende Erntebilanz zum Abschluss des Gartenjahrs 2015

06.11.2015 - AQB/J.H.
(J.H.) Den grünen Daumen haben sich die Tafelgärtner der AQB gGmbH auf den Flächen des Verbandes der Gartenfreunde auch in diesem Jahr wieder redlich verdient. Noch nie konnte so viel Bio-Obst und - Gemüse im Sinne des Wortes der Magdeburger Tafel zur Verfügung gestellt werden, betonten die verantwortlichen Mitarbeiter am 28. Oktober 2015 im Konsultationsstützpunkt der AQB in der Kleingartenanlage Volkswohl e.V. zum Maßnahmenabschluss 2015.

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Erweiterter Vorstand der Magdeburger Gartenfreunde nahm Bericht der Wirtschaftsprüfer entgegen - Stadtverband bereitet Maßnahmen zur Konsolidierung der Finanzlage vor

05.11.2015 - J.H.
Am 3. November 2015 nahm der erweiterte Vorstand des Verbandes der Gartenfreunde Magdeburg e.V. den Abschlussbericht zur Wirtschaftsprüfung der letzten drei Haushaltsjahre (2012 bis 2014) sowie zur finanziellen Lage des Verbandes entgegen.

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Peter Schröder: "Es tut wohl, solch` große Solidarität zu spüren"

Peter Schröder: Danke an alle!

28.10.2015 - J.H.
Hilfe aller Kleingärtner von "Helios West" nach dem Brand ist selbstverständlich ... ... stellt Vereinsvorsitzender Enrico Markquardt mit Blick auf die schrecklichen Brände in seinem Verein am vergangenen Wochenende klar.

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04.05.2015 - Verband der Gartenfreunde

Ein offener Brief zur Lage im Verband der Gartenfreunde Magdeburg e.V.

Sehr geehrte Vorstände, sehr geehrte Gartenfreunde, in den letzten Tagen geistern Äußerungen zur finanziellen Lage unseres Verbandes durch Presse, Funk und Fernsehen. Ausgelöst durch einen internen Bericht des Schatzmeisters des Verbandes wurden einseitig Berichte über die Medien gestreut, die natürlich Unruhen unter unseren Kleingärtnern verursachten. Lassen Sie uns dazu einleitend erklären: Weder eine Beitragserhöhung noch eine Pachterhöhung sind geplant.

Geld ist nicht verschwunden, es gab keine Unterschlagungen, Rechnungen/Belege zu den Ausgabenpositionen sind vorhanden. Hervorzuheben ist, dass keine persönlichen Bereicherungen erfolgten, die finanziellen Mittel wurden in den Vereinen eingesetzt. Die Behauptung – der Verband geht in die Insolvenz – entbehrt jeglicher Grundlage. Der Verband hat keine Fördermittel erhalten, er hat einen Pachtzinsnachlass mit eindeutigem Verwendungszweck erhalten. Der Vorwurf der Täuschung wird eindeutig abgewiesen. Eine Rückforderung ist nicht möglich, wie vom Schatzmeister behauptet wird. Die Vorgehensweisen und Darstellungen des Schatzmeisters und der daraus resultierenden Strafanzeige durch Gartenfreund Zander sind als ein gezielter Angriff auf einige Vorstandsmitglieder, wie zum Beispiel auf die Vorsitzende zu werten.
Die Arbeit im Verband, aus mehr als einem Jahrzehnt, wurde mit den gezielt lancierten Presseveröffentlichungen in Misskredit gebracht, von den Mitarbeitern des Verbandes ganz zu schweigen. Seien Sie versichert, dass die verbreiteten Behauptungen auf einem Zahlenwerk beruhen, dass in seiner Zusammenstellung weder vom Vorstand noch von Revisoren geprüft, noch vom Gesamtvorstand des Verbandes bestätigt wurde. Eine Prüfung wurde offenbar gezielt verhindert und die Öffentlichkeit einschließlich der Medien informiert, obwohl eine vorherige Prüfung durch den Vorstand beschlossen war.
Ebenso sind keinerlei Abstimmungen dazu im Vorstand des Verbandes erfolgt. Die derzeitige Kampagne gegen die Vorsitzende und den Vorstand, ist sehr traurig, sind doch damit besonders ungeheuerliche Rufschädigungen und Vertrauensverluste für die Kleingärtner Magdeburgs verbunden. Wir werden neben dem Tagesgeschäft für unsere 15 Tausend Kleingärtner aktiv an der Aufklärung dieser Vorwürfe mitarbeiten, weisen aber auch hier noch einmal ausdrücklich die erhobenen Vorwürfe der Vorteilsnahme, Unterschlagung, Steuerhinterziehung, unredlichen Handelns (in verschiedenen Medien unterschiedlich dargestellt) zurück.
Zwecks grundsätzlicher Klärung wird ein externer Wirtschaftsprüfer beauftragt. Überraschend wird jedoch gerade diese unabhängige Prüfung von einigen der Kritiker nun abgelehnt.
Sowohl meine Person als auch der bereits angesprochene Personenkreis fordern eine Einstellung der einseitig orientierten Berichterstattung und die Gartenpartei sowie den Schatzmeister des Verbandes zur Einhaltung der Verbandssatzung sowie zur Achtung gefasster Vorstandsbeschlüsse auf. Befremdend ist auch der Vorwurf durch Gartenfreund Schlehf, dass die Terminverlegung der Vorstandssitzung des Monats Mai erfolgte, um ihn an einer Teilnahme zu hindern. Er war während der Diskussion über die Verschiebung anwesend und hat der einstimmig bestätigten Terminverlegung nicht widersprochen. Trotzdem wurde der Termin nun nochmals verlegt um die Teilnahme von Gartenfreund Schlehf abzusichern.
Es ist übrigens nicht geplant auf Grund der Meinungsverschiedenheiten den Schatzmeister abzuberufen. Zurückhaltung fordern wir auch bei den Erklärungen von Herrn Zander und Frau Angerstein, sie würden die Meinung aller 15.000 Kleingärtner vertreten.
Wir verwahren uns gegen die öffentliche Darstellung, dass wie derzeit vermittelt, alle Gartenfreunde Magdeburgs eine Ablösung des Verbandsvorstandes fordern. Im Gegenteil sind in der Geschäftsstelle in den letzten Tagen zahlreiche Anrufe eingegangen, in denen die Arbeit des Vorstandes gelobt und die laufende Kampagne verurteilt wurde.
Mit freundlichen Grüßen gezeichnet und auf dem Original unterschrieben
Bernhard Ruth Stellvertretender Vorsitzender

Die Zeichen stehen auf Sturm

Vorstand beriet erneut zur finanziellen Situation des Verbandes

(VdG Magdeburg - 26. Mai 2015)

In einer (erweiterten Vorstands) Sitzung des Gesamtvorstandes am 26. Mai 2015 wurde der Bericht des Schatzmeisters des Verbandes, Hans-Otto Schlehf entgegen genommen und weitere Maßnahmen zur Entschärfung der gezielt geschaffenen spannungsgeladenen Situation unter den Magdeburger Gartenfreunden beraten. Durch den Beitrag in der Volksstimme vom 23. Mai 2015 mit eindeutig gezielt verunglimpfenden und falschen Aussagen zu Personen und zur Lage (Situation) im Verband wurde die Situation auch unter der offensichtlich parteipolitisch gesteuerten Einbeziehung der Öffentlichkeit wiederum verschärft. Eine objektive Klärung der Sachlage wurde so wiederum hintertrieben und weitere(r) Unruhe im Stadtverband bewusst erzeugt. Die Mehrheit der Vorstandmitglieder sprachen von einem gezielten (Rache) Akt gegen die Vorsitzende Ute Simon und mißbilligten das Verhalten einzelner Vorstandsmitglieder bezüglich der Nichteinhaltung von Beschlüssen zur Informations- und Mitarbeitspflicht. Wir sprachen dazu Mit dem stellvertretenden Vorsitzenden und Sprecher des Verbandes, Bernhard Ruth.


Redaktion: Sie als 2014 neu gewählter Vorstand haben bei der Beurteilung der finanziellen Situation des Verbandes und der Neuaufstellung des Haushaltes 2015 mit schwerwiegenden Vorwürfen gegen die Haushaltspolitik der letzten dreizehn Jahre zu kämpfen. Dies löste aufgrund einer unbefugten vorzeitigen Veröffentlichung große Unruhe unter den Gartenfreunden Magdeburgs und darüber hinaus aus. Wie stehen Sie dazu? Bernhard Ruth: Um es ziemlich deutlich zu sagen, die öffentlich geführten Diskussionen um die Finanz- und Haushaltssituationen der letzten Jahre fügen dem Verband der Gartenfreunde Magdeburg und seinen etwa 15.000 Kleingärtern einen großen Schaden zu. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum ungeprüfte und somit unbewiesene Zahlen und Informationen, die in den Gremien des Verbandes diskutiert werden, offensichtlich gezielt an Außenstehende weiter gegeben werden, um dann hiermit Strafanzeigen zu begründen. Dass ist nicht die Art von Zusammenarbeit, die ich aus meiner bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit kenne. Auch mit einer Förderung des Kleingartenwesens, wie sie unsere Satzung beschreibt, hat das was ich bisher miterleben durfte nicht sehr viel zu tun. Ich rufe alle Beteiligten dazu auf, sich an gefasste Beschlüsse der Verbandsorgane zu halten.

Redaktion: Der Schatzmeister hat nun ein umfangreiches Zahlenwerk vorgelegt, was seine Behauptungen und Vermutungen der gezielten Manipulation, massiver Unregelmäßigkeiten belegen soll, ja von Betrug und Lügen war öffentlich die Rede. Im Verlauf der Zeit ab 2002, also auch während der Amtszeit, in der er selbst als Vorstandsmitglied fungierte, sollen 1,8 Millionen Euro Vereinsmittel aus Rücklagen abgeschmolzen worden sein. Haben Sie dafür eine Erklärung? Bernhard Ruth: Zunächst möchte ich feststellen (falls das der Eine oder Andere vergessen haben sollte), dass wir in einem Rechtsstaat leben, in der die Unschuldsvermutung für alle Beschuldigten solange gilt, bis eine Schuld bewiesen werden kann. Also mit o.g. Anschuldigungen würde ich an Stelle von Hans-Otto Schlehf sehr zurückhaltend agieren. Das was ich bisher darüber sagen kann ist, dass es eine Abschmelzung der Rücklagen des Verbandes gegeben hat. Ein großer Teil dieser Abschmelzung begann jedoch zu einer Zeit, als die jetzige Vorsitzende und der bis September 2014 tätige Schatzmeister des Verbandes noch nicht die Verantwortung für diesen Verband trugen. Von den Beteiligten wurde berichtet, dass die weitere Verringerung der Rücklagen aufgrund zahlreicher widriger Ereignisse wie z.B. Hochwassersituationen, Serien von Laubenbränden oder die Übernahme von Pachtzahlungen für nicht genutzte Kleingärten erfolgte. Alle Beteiligten versicherten den Gremien jedoch, das sämtliche Mittel Verbandes satzungsgemäß eingesetzt worden sind.


Redaktion: Wie lange wird sich die Klärung der Vorwürfe wohl noch hinziehen und was muss in der Zwischenzeit getan werden, um weitere Schäden vom Verband abzuwenden? Bernhard Ruth:
Wie lange sich die Klärung der Vorwürfe noch hinziehen wird, lässt sich seriös leider nicht bestimmen. Gerade weil dies so ist, erinnere ich nochmals an die Unschuldsvermutung. Nach allem was ich bis heute weiß, sage ich aber eindeutig, dass ich keinen Zweifel an der Aussage der Vorsitzenden habe, wenn sie erklärt keine persönliche Bereicherung, keine Vetternwirtschaft und keine Manipulation der Finanzunterlagen vorgenommen zu haben. Wir müssen uns neben der ohne Zweifel wichtigen Aufklärung der Vorwürfe aber auch intensiv mit den weiteren Themen des Verbandes, wie die Entwicklung einer Kleingartenentwicklungskonzeption, die Sicherung eines sozialverträglichen Kleingartenwesens sowie der Gewinnung neuer, vor allem junger Mitglieder in den 230 Kleingartenvereinen widmen. Hierfür benötigen wir alle noch genug Kraft. Als nächsten wichtigen Schritt sehe ich die Erstellung des Jahresabschlusses 2014 und die Aufstellung eines Haushaltsplanes für 2015.

Redaktion: Mit welchen Ergebnissen und Beschlüssen gehen die Vorstandsmitglieder nun an die Lösung der schwierigen, bevorstehenden Aufgaben? Bernhard Ruth:
Nachdem ein vom Vorstand des Verbandes einstimmig beauftragter, pensionierter Steuerberater und früherer Buchprüfer den Auftrag zur Prüfung der Finanzunterlagen des Verbandes zurückgegeben hat, wurde im Gesamtvorstand beschlossen, drei Angebote von in Magdeburg tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften einzuholen. Ich gehe davon aus, dass wir Ende Juni einen Prüfauftrag erteilen und im Juli/August erste Prüfergebnisse erhalten können. Danach wird es weitere Entscheidungen geben. Bis dahin sollten wir Kleingärtner versteckte Angriffe, Anschuldigungen und unbewiesene Behauptungen in der Öffentlichkeit unterlassen.